Gemeinsam für Berlin e.V.

Deutschlandweite Stadtnetzwerk-Konferenz, Hamburg

Hamburg, 5.-6. Juni 2019: Schon der Weg von der U-Bahn Sternschanze zu unserem Veranstaltungsort könnte für eine Stadtnetzwerk-Konferenz nicht passender sein: vorbei an einer großen Anzahl hipper Cafés und türkischer Läden führte der Weg direkt an der roten Flora vorbei, dem Zentrum der autonomen Szene, in deren Eingang zehn Obdachlose ihr „Zuhause“ gefunden hatten, zum Eingang der Büroräume des Hamburg Projekts.

Hier trafen wir uns für zwei Tage mit Vertretern aus 17 Stadtnetzwerken Deutschlands.  Wir waren wirklich ermutigt, da wir schon bei der Einladung zu diesem Stadtnetzwerktreffen entdecken konnten, dass es viele neue Aufbrüche in den Städten hin zu mehr Einheit unter Christen gab. Ermutigend war im Vorfeld auch die neue Kooperation mit den Stadtreformern, mit der wir neue Stadtnetzwerke aus Deutschland zum Austausch gewinnen konnten und die uns zum anderen mit guten Impulsen durch Alain Platt inspirierten. Erstmalig war auch Ekkehart Vetter, der 1. Vorsitzende der evangelischen Allianz unter uns.

Thematisch beschäftigten wir uns in diesen Tagen mit der großen Reich-Gottes-Perspektive für unsere Städte: Was bedeutet die Erlösung Jesu für den Bereich des persönlichen Lebens, die sozialen Fragen und die systemischen Ungerechtigkeiten in unserer Stadt? Intensiver haben wir uns mit dem Themenbereich des Miteinanders in einer Stadt auf vier verschiedenen Ebenen gewidmet: 1. dem Miteinander von geistlichen Verantwortungsträgern, 2. dem Miteinander der Kulturen, 3. dem Miteinander der Generationen und 4. den Verantwortlichen aus anderen Gesellschaftsbereichen. Dazu gab es jeweils inspirierende Kurzvorträge.

Am Abend war die Bühne frei für „Gemeinsam für Hamburg“. Sie stellten uns ihre Arbeit vor, indem sie uns ein Feuerwerk aus ermutigenden Geschichten, inspirierenden Personen und Initiativen boten. Welch ein Geschenk!

Diese zwei Tage waren aber nicht nur gekennzeichnet durch gute Vorträge und ermutigende Berichte, sondern auch durch viel Zeit zur persönlichen Begegnung und zur Reflexion in Bezug auf die eigene Stadt. Dazu haben die Stadtreformer ein hilfreiches Werkzeug entwickelt, um durch Fragebögen den Ist-Zustand in der Stadt zu erforschen, um dann gemeinsam strategischer vorzugehen. Dieser Fragebogen scheint für die Weiterentwicklung rund um unseren Gebetstag „EINS“ hier in Berlin sehr hilfreich zu sein.

Für die nächste Stadtnetzwerk-Konferenz 2020 planen wir mit einer größeren Gruppe aus Berlin teilzunehmen, um die Ermutigung und das Gelernte dann stärker wieder nach Berlin zurück zu bringen.

Jun20

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