Gemeinsam für Berlin e.V.

Gesucht: Arbeitgeber mit Herz

Wir haben kürzlich das Projekt GIPST vorgestellt, das Frauen beim Ausstieg aus der Prostitution unterstützt. Wichtig ist, dass neben der Vorbereitung auf den Arbeitsmarkt auch Plätze für Praktika oder Ausbildung gefunden werden. Gesucht werden christliche Unternehmer, die ein Herz für dieses Anliegen haben. Hier der Aufruf von GIPST:

Das Projekt GIPST (German Integration Program for Survivors of Trafficking) ist im Januar diesen Jahres gestartet und wird von der EU kofinanziert. Initiator ist Gemeinsam gegen Menschenhandel. Das Ziel ist es Wege zu schaffen, um Frauen aus der Prostitution, die Opfer von sexueller Ausbeutung geworden sind oder in der Gefahr stehen Opfer zu werden, eine neue Job- und Lebensperspektive zu eröffnen.

Bisher ist der Weg aus der Prostitution ziemlich schwer, da den Frauen viele Fähigkeiten fehlen, die auf dem Arbeitsmarkt in Deutschland vorausgesetzt werden. Diese Lücke wollen wir schließen, indem wir die Frauen in unserem "Kompass Programm" (Integrationsprogramm) fit für den Job machen. Im dritten Abschnitt des Programms haben wir ein 3-wöchiges Praktikum angesetzt, damit sie ein reales Bild vom Arbeitsleben bekommen und ihre Fähigkeiten testen können. Während dem ganzen Programm wird ein Mentor/Buddy die Frau begleiten, besonders während der Phase des Praktikums.

Um den Frauen einen Einblick ins Arbeitsleben zu ermöglichen, suchen wir Unternehmen, die einen Hospitationstag, ein 3-wöchiges Praktikum (4 Std/4Tage pro Woche) oder sogar einen Job/eine Ausbildung anbieten würden. Arbeitsbereiche könnten zum Beispiel folgende sein:

Gärtnerei / Floristik – Gastronomie / Restaurant / Café / Catering / Küche –         Hotel / Gästehäuser / Hauswirtschaft / Wäscherei / Textilreinigung / Gebäudereinigung – Verkauf: Bäckerei / Konditorei / Schuhgeschäft / Second Hand / Kaufhaus – Tierpflege / Reitstall / Hundesitter – Näherei / Änderungsschneiderei – Versand / Logistik – Dolmetscherin – Zeitung austragen – Fabrikarbeit – Kreatives wie Schmuckhandwerk etc. – Kindergärten - Hilfe mit den Kindern oder Küche/Hauswirtschaft – Altenheime - Pflege oder Hauswirtschaft – Gesellschafterin oder Pflege privat für ältere oder bedürftige Personen (Assistenz)  – administrative Tätigkeiten / Bürotätigkeiten in Stadtverwaltung o.ä. – Friseur / Schönheitssalon / Nagelstudio (Hilfstätigkeiten).

Die Unternehmen werden von uns begleitet, falls es Schwierigkeiten mit der Teilnehmerin gibt. Wichtig ist, dass nur wenige Menschen in dem Unternehmen wissen, welchen Hintergrund die Frau hat. Ansonsten ist die Gefahr größer, dass erneut sexuelle Übergriffe in der Arbeitssituation vorkommen.

Vielen Dank für eure Unterstützung!

Marina Labrenz, Integrations-Koordinatorin, marina.labrenz aet gipst.eu

Jun12

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