Gemeinsam für Berlin e.V.

Bianca Dümling – Die neue Leiterin der interkulturellen Arbeit stellt sich vor

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Bibel ist voll von Migrationsgeschichten, in denen Gott Menschen benutzte und beauftragte, Segen für ihre Umgebung zu sein (z.B. Jer. 29,7). Auch heute in Deutschland können Migranten ein Segen für unser Land und unsere Kirche sein.

Als deutsche Gemeinden sind wir angehalten, die Fremden zu lieben, sie in unserer Mitte aufzunehmen (3. Mose 19,33+34, Matt. 25, 31ff). Gemeinsam sind wir als der eine Leib des Christus herausgefordert, die Vielfalt in Einheit zu leben, denn daran soll die Welt Gottes Liebe erkennen (Joh. 17:21-23). Das ist Auftrag und Verheißung zugleich. Interkulturelle Begegnungen begleiten mich nun seit zehn Jahren. Ich möchte Brückenbauerin zwischen Christen mit und ohne Migrationshintergrund sein.

Ich war sechs Jahre in der interkulturellen Arbeit im Rahmen der Stiftung Himmelsfels und des Forums Interkulturelle Beziehungen von GfB engagiert, als ich 2010 meine Doktorarbeit zum Thema "Migrationskirchen in Deutschland. Orte der Integration" fertig stellte. Danach war ich erschöpft und bat um eine neue Berufung, da die interkulturelle Versöhungsarbeit zu viel von mir forderte.

In dieser Zeit bekam ich die Einladung, beim Emmanuel Gospel Center in Boston mitzuarbeiten. Ich merkte, dass Gott zu mir sagte: „Ich habe keine neue Berufung für dich, aber ich gebe dir einen Tapetenwechsel.“ In den drei Jahren in Boston wurde mir immer deutlicher, wie meine Zukunft in Deutschland aussehen könnte: (1) Lokal, in Berlin, in der interkulturelle Arbeit verortet zu sein, (2) im Bereich der interkulturellen und urbanen Arbeit in der Aus- und Fortbildung tätig zu sein und (3) weiter zu forschen.

Noch hatte ich keine Vorstellung darüber, wie das konkret in Berlin aussehen könnte. Gleichzeitig zu meinen Zukunftsgedanken konkretisierte sich im Herbst 2013 das „Berliner Institut für urbane Transformation“, ein Kooperationsprojekt zwischen GfB und dem Theologischen Seminar Rheinland. Ich wurde angefragt, ob ich es mitentwickeln und leiten möchte. Das Institut wird beim Transforum am 8. März erstmals öffentlich vorgestellt.

Nur Gott konnte Möglichkeiten und Menschen so zusammenbringen, dass es genau für mich passt. Das Institut und die interkulturelle Arbeit bei GfB verbinden die drei Arbeitsbereiche, die ich oben beschrieben habe. Aufgrund einer Anschub-Finanzierung bin ich ab dem 1.2.2014 mit einer halben Stelle bei GfB für die interkulturelle Arbeit und die stellvertretende Leitung des Instituts angestellt.

Ich bin begeistert zu sehen, wo Gott in Berlin am Werk ist und bin dankbar, Teil davon sein zu dürfen. Meine Hoffnung für Berlin ist, dass das Potential und die Glaubensfreude der Migrationskirchen ausgeschöpft wird, so dass deutsche Gemeinden sich der kulturellen Vielfalt in ihrer Nachbarschaft annähern, wir voneinander lernen und miteinander erproben, was es heißt, Vielfalt in Einheit zu leben.

Meine Stelle wird von einem Freundeskreis getragen, der noch dringend weiterer Mitglieder bedarf. Bei weiteren Fragen zur interkulturellen Arbeit und bei Interesse, diese Arbeit zu unterstützen, wendet euch bitte an mich. In Zukunft werden wir durch einen Newsletter regelmäßig über die interkulturelle Arbeit berichten, der abonniert werden kann:
b.duemling@gemeinsam-fuer-berlin.de

Feb28

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